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Beglaubigungen

Diverse Stempel an einer Halterung

Beglaubigung, © Photothek.de

29.04.2021 - Artikel

Im deutschen Recht gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Erstellung öffentlicher Urkunden: Die Form der Unterschriftsbeglaubigung und die Form der notariellen Beurkundung. Gesetzgeber und Rechtsprechung legen fest, wann welche Form Anwendung findet

Die deutsche Botschaft Manama kann Kopien und Unterschriften beglaubigen, wenn das entsprechende Dokument für den Gebrauch in Deutschland bestimmt ist.

Kopiebeglaubigung

Für die Beglaubigung von Fotokopien/Abschriften sind folgende Unterlagen zum Termin mitzubringen:

  • Original des betreffenden Dokuments
  • benötigte Anzahl von Fotokopien
  • Gebühr (bar)

Gebühr bei Kopiebeglaubigung

Die Gebühr für die Beglaubigung von Fotokopien ist abhängig von der Zahl der zu beglaubigenden Seiten pro Dokumente und der Sprache. Die Gebühr ist zahlbar in BHD in bar am Tage des Termins zum gültigen Wechselkurs der Botschaft.

Abschrift eines Schriftstücks in deutscher Sprache oder einer Fremdsprache mit lateinischen Schriftzeichen:

  • je angefangene Seite 1,00 EUR
  • mindestens 10,00 EUR

Abschrift eines Schriftstücks in einer Fremdsprache mit nichtlateinischen Schriftzeichen:

  • je angefangene Seite 1,50 EUR
  • mindestens 15,00 EUR

Studierende, die in Deutschland studieren, und Studienbewerber, die eine Kopiebeglaubigung für ihre Bewerbung bei einer Universität bzw. einer deutschen Hochschule benötigen, sind von der Gebühr befreit.

Für die Kopiebeglaubigung können Sie hier einen Termin buchen.

Unterschriftsbeglaubigung

Die Unterschriftsbeglaubigung ist die „einfachere“ Form. Mit der Unterschriftsbeglaubigung bestätigt der Notar bzw. Konsularbeamte, dass die genannte Person das Dokument vor ihm unterzeichnet hat. Die Unterschrift muss persönlich vor dem zuständigen Konsularbeamten geleistet oder vor ihm anerkannt werden. Eine Belehrung über die rechtliche Bedeutung des zu unterzeichnenden Dokuments findet nicht statt.

In vielen Fällen ist die Unterschriftsbeglaubigung ausreichend, um ein Dokument rechtlich wirksam werden zu lassen.

Einige Beispiele hierfür sind:

  • Genehmigungserklärung bzw. Vollmachtsbestätigung: Jemand hat in Ihrem Namen einen Vertrag unterzeichnet oder eine Erklärung abgegeben, ohne vorab hierzu von Ihnen bevollmächtigt worden zu sein. Nun werden Sie gebeten, diese Erklärung nachträglich zu genehmigen, damit der Vertrag rechtliche Wirkung entfalten kann.
  • Einfache Vollmachten: Vollmachten, in denen sich der Vollmachtgeber weniger stark bindet, z. B. widerrufliche Vollmachten für ein einzelnes Rechtsgeschäft wie Handelsregistereintragungen oder einfache Nachlassvollmachten
  • Beantragung eines Führungszeugnisses
  • Erklärung zur Ausschlagung einer Erbschaft

Hierzu gehören jedoch nicht: Generalvollmachten, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen – diese müssen in aller Regel notariell beurkundet werden.


Zur Unterschriftsbeglaubigung bringen Sie bitte mit:

  • das zu unterzeichnende Dokument
  • bei Genehmigungserklärungen auch den bereits geschlossenen Vertrag; bei Vollmachten Nachweis zum Wert des Rechtsgeschäfts
  • ein gültiges amtliches Ausweispapier mit Lichtbild
  • falls Sie nicht im eigenen Namen, sondern im Namen z. B. einer Firma, eines Mündels, etc. unterschreiben, zusätzlich einen Nachweis (im Original oder beglaubigter Kopie) darüber, dass Sie berechtigt sind, die Firma / die Person zu vertreten

Für die Unterschriftsbeglaubigung können Sie hier einen Termin buchen.

Notarielle Beurkundung

Der Konsularbeamte beurkundet nur, soweit dies notwendig ist, d.h. wenn gesetzliche Beurkundungspflichten für den deutschen Rechtsverkehr vorliegen. Er tritt hierbei nicht in Konkurrenz zu den deutschen Notaren. Seine Beurkundungen sind ergänzende Dienstleistungen, die sonst nicht erbracht werden könnten. Konsularbeamte handeln nach pflichtgemäßem Ermessen; sie sind im Gegensatz zu einem Notar in Deutschland, der seine Urkundstätigkeit nicht ohne ausreichenden Grund verweigern darf, nicht zur Beurkundung verpflichtet. Bitte klären Sie daher unbedingt vorab, ob die gewünschte Beurkundung durchgeführt werden kann.

Beispiele für zu beurkundende Rechtsgeschäfte sind:

  • komplizierte Grundstücksgeschäfte
  • Antrag auf Erteilung eines Erbscheins
  • Antrag auf Erteilung eines Testamentsvollstreckerzeugnisses
  • eidesstattliche Versicherung (z. B. zum Personenstand, in Rentenangelegenheiten, bei Führerscheinverlust, etc.)
  • Vaterschaftsanerkennung
  • Unterhaltsverpflichtung

Jede Beurkundung muss vorbereitet werden und kann nur nach vorheriger individueller Terminabsprache vorgenommen werden.

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