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Staatsangehörigkeit

Staatsangehörigkeitsausweis

Staatsangehörigkeitsausweis, © Ute Grabowsky / photothek.net

01.12.2017 - Artikel

Allgemeine Hinweise

Hat mein Kind mit der Geburt automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen? Welche Voraussetzungen muss ich für eine Einbürgerung erfüllen? Kann ich die deutsche Staatsangehörigkeit auch verlieren? Gibt es eine doppelte Staatsangehörigkeit? 

Zuständigkeiten 

Deutsche Staatsangehörige, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, wenden sich mit Fragen zur Staatsangehörigkeit bitte an die für ihren Wohnort zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde. 

Deutsche Staatsangehörige, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, können sich an die für ihren Wohnort zuständige deutsche Auslandsvertretung wenden, deren Adresse und Webseite über das Auswärtige Amt abrufbar ist. 

zu den Websites der Auslandsvertretungen  

Zusätzlich zu den Informationen auf der Internetseite des Auswärtigen Amts finden Sie Informationen zu diesen Fragen auf den Seiten des Innenministeriums und des Bundesverwaltungsamtes. 


Häufig gestellte Fragen: Staatsangehörigkeitsrecht  

Bundesverwaltungsamt - Staatsangehörigkeitsangelegenheiten 


Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern

Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern nach § 4 Abs. 4 Satz 1 i.V.m. Satz 3 Staatsangehörigkeitsgesetz

(Stand April 2016)

Unter welchen Voraussetzungen erwirbt mein Kind nicht die deutsche Staatsangehörigkeit?

Ihr Kind erwirbt nicht automatisch durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn

-          Sie (beide deutschen Elternteile) nach dem 31.12.1999 im Ausland geborenwurden,

-          Ihr Kind im Ausland geboren wird,

-          Sie (beide deutschen Elternteile) zum Zeitpunkt der Geburt Ihres Kindes Ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben[1]und

-          Ihr Kind automatisch durch Geburt eine ausländische Staatsangehörigkeit erwirbt.

Was muss ich tun, damit mein Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt?

Sie müssen innerhalb eines Jahres nach der Geburt des Kindes einen Antrag auf Beurkundung der Geburt im Geburtenregister beim zuständigen deutschen Standesamt stellen. Diese Frist ist auch gewahrt, wenn der Antrag innerhalb dieser Jahresfrist bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung eingeht. Der Antrag kann auch von einem Elternteil allein gestellt werden.

Zur Beantragung der Beurkundung der Geburt Ihres Kindes benötigen Sie folgende Unterlagen:

-          Vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular

-          Ausländische Geburtsurkunde des Kindes

-          Geburtsurkunden der Eltern

-          Heiratsurkunde der Eltern (falls zutreffend)

-          Reisepässe/Personalausweise der Eltern

-          Nachweis einer wirksamen Vaterschaftsanerkennung, wenn die Eltern des Kindes nicht miteinander verheiratet sind

Bitte beachten Sie, dass ein deutsches Ausweisdokument für Ihr Kind erst ausgestellt werden kann, wenn ein vollständiger Antrag auf Beurkundung der Geburt vorliegt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Konsularabteilung Ihrer zuständigen Auslandsvertretung.

Haben Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, ist ein daneben noch bestehender bloßer melderechtlicher Wohnsitz in Deutschland unbeachtlich.


Einbürgerung ehemaliger Deutscher


Die bisher restriktive Entscheidungspraxis des Bundesverwaltungsamts ist geändert worden.

Zum Hintergrund:

Seit dem 01.01.2000 haben zahlreiche Deutsche die deutsche Staatsangehörigkeit verloren, da sie versäumt haben, rechtzeitig vor dem Antragserwerb einer fremden Staatsangehörigkeit eine Beibehaltungsgenehmigung zu erhalten.

Künftig ist in den Fällen, in denen ein(e) gebürtige(r) Deutsche(r) seitdem 01.01.2000 die deutsche Staatsangehörigkeit gemäß § 25 StAG verloren hat, weil er/sie versäumt hat, rechtzeitig vor dem Antragserwerb der fremden Staatsangehörigkeit eine Beibehaltungsgenehmigung zu erhalten, eine Wiedereinbürgerung nach § 13 StAG unter erleichterten Voraussetzungen möglich.

Voraussetzung hierfür ist, dass den Antragstellern bei rechtzeitigem Antrag eine BBG erteilt worden wäre und die für die Erteilung einer BBG erforderlichen Bindungen an Deutschland auch heute weiterhin bestehen.

Vorzulegende Unterlagen:

1. Original des Formantrags – vollständig ausgefüllt und unterschrieben

2. beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde

3. ggf. Nachweis zur Namensführung, insbesondere begl. Kopie der Heiratsurkunde

4. beglaubigte Kopien der Zeugnisse zum schulischen und beruflichen Werdegang

5. handschriftlich und in deutscher Sprache verfasster Lebenslauf

6. aktuelles Führungszeugnis des Aufenthaltsstaates

7. Kopien der wesentlichen Seiten des Reisepasses

8. ggf. Nachweis zum früheren Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit

9. Nachweis zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen

10. Nachweise zu Bindungen an Deutschland zum Zeitpunkt der Annahme der fremden Staatsangehörigkeit

11. Ausführungen zu den Nachteilen, die durch Annahme der fremden Staatsangehörigkeit abgewandt werden sollten

Der Antrag auf Wiedereinbürgerung muss spätestens 12 Jahre nach dem Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit gestellt werden.


Bundeseinheitlicher Einbürgerungstest 

Mit dem in Kraft treten der Einbürgerungstestverordnung am 01.09.08 wurde der bundeseinheitliche Einbürgerungstest eingeführt. Diese weitere Einbürgerungsvoraussetzung gilt auch für Einbürgerungsbewerber mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland. Der Gesamtfragenkatalog ist auf der Website des Bundesministeriums des Innern abrufbar. Befreit vom Einbürgerungstest sind all diejenigen, die im Zeitpunkt der Einbürgerung das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder aufgrund von Krankheit, Behinderung oder altersbedingt beeinträchtigt sind.


Fragenkatalog zum Einbürgerungstest


Merkblätter Staatsangehörigkeit

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